Bioregion und Fairtrade-Town

Öko? logisch!

Der Werra-Meißner-Kreis ist seit 2015 Modellregion Ökolandbau. Doch der Bezug zum Thema hat in Witzenhausen bereits seit Jahrzehnten Tradition.

Vielfach haben sich ehemalige Studenten aus Witzenhausen auf ökologischen Landbau spezialisiert und vertreiben ihre Produkte in Hof- oder Bioläden über Kooperativen sowie auf regionalen Wochenmärkten, so dass der Begriff BioRegion im Werratal seine Berechtigung hat. Einige Gastronomiebetriebe nutzen dieses Angebot für ihre Speisekarte und verarbeiten die nachhaltig erzeugten Produkte für die typisch regionale Küche. In der Region Aber nicht nur Bio-Betriebe gingen aus der Uni hervor.

Auch die Universität selbst kann auf eine Vielzahl von Erfolgen zurückblicken. Hierzu zählt z.B. die grüne Biotonne … wer kennt sie nicht?! Aber wussten Sie auch, dass diese in Witzenhausen erfunden wurde? Auch fanden die heute so beliebten Trockenkirschen, den sogenannten TroKis ihren Ursprung hier. Zwei Studenten verdankt diese Leckerei ihre Popularität, die mit Hilfe der Sonnenwärme entsteht. Heute reicht die Produktpalette von den bekannten Trockenkirschen über Tomatenchips bis hin zu Leckereien mit Schokolade, Marmeladen und vielem mehr.

Seit 2013 darf auch die Kirschenstadt den Titel der Fairtrade-Stadt tragen. Witzenhausen erfüllt nachwievor die Anforderungen und konnte diesen Titel bereits zweimal verlängern, im Frühjahr 2015 und 2019. Die Stadt Witzenhausen und das Stadtmarketing arbeitet mit den Akteuren des Weltladens in Witzenhausen seit einigen Jahren Hand in Hand und man ist gemeinsam darum bemüht, die Themen Nachhaltigkeit, Fairtrade und globale Gerechtigkeit in der Stadt noch weiter zu verankeren. Aktionen zu den fairen Wochen, Angebote für Schulklassen und Kindergärten, faire Frühstücke, Theateraufführungen und vieles bietet Witzenhausen in diese Richtung.

Zur Arbeitsgruppe Fairtrade Town gehören neben der Stadt Witzenhausen und der Pro Witzenhausen GmbH auch Vertreter des Weltladens, der DITSL GmbH und des Tropengewächshauses, des Handels und der Gastronomie, der Kirchen, des Weltladens, der Schulen in Gertenbach, Neu-Eichenberg und Hundelshausen, sowie des Staatlichen Schulamtes und natürlich Vertreter der lokalen Presse. In Deutschland sind inzwischen fast 600 Städte als Fairtrade Town ausgezeichnet worden! Zu Zeiten von Witzenhausens Erst-Zertifizierung waren es lediglich 40!

Hierzu zählen Städte wie beispielsweise Frankfurt, Gießen und Marburg. Weltweit gibt es Fairtrade Towns in 20 Ländern, darunter z.B. London, Brüssel, Rom, San Francisco und Kopenhagen.

Weiterführende Informationen gibt es hier:
www.uni-kassel.de/agrar
www.fairtrade-towns.de

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